Pilze und der Landgang der Pflanzen

Eine Welt ohne Bäume, Gräser und Sträucher? Was heute kaum vorstellbar ist, war vor einigen Milliarden Jahren die Realität auf unserem Planeten. Damals, bevor die Pflanzen das Land eroberten, gab es das Leben nur im Wasser. Viele Forscher beschäftigen sich seit jeher mit dem Landgang der Pflanzen. Eine Forschergruppe präsentierte nun neue Hinweise, wie die ersten Pflanzen den Schritt vom Wasser aufs Land gemeistert haben könnten. Interessanterweise spielten hier wohl Pilze eine bedeutende Rolle.

Landgang der Pflanzen

Vor ca. 460 Millionen Jahren besiedelten die ersten Pflanzen auf unserem Planeten neben dem Wasser auch das Land. Vermutlich waren diese ersten Pflanzen sogenannte „Lebermoose“. Den Landgang schafften sie aber nicht alleine. Ihnen kamen Pilze zur Hilfe, mit denen sie in einer symbiotischen Gemeinschaft lebten. Bis heute leben neun von zehn Pflanzen in einer Partnerschaft mit Pilzen. Der Pilz bekommt wichtige Nährstoffe von der Pflanze, während die Pflanze durch den Pilz einen besseren Zugang zu Wasser und Mineralstoffen erhält.

Die ersten Landpflanzen entwickelten sich höchstwahrscheinlich aus Grünalgen in den Flachwasser- und Gezeitenzonen der Erde. Durch die stetige Abwechslung und niedrigen Wasserstände, mussten sich diese Pflanzen nach und nach an die Trockenheit anpassen. Damit der Landgang gelingen konnte, brauchten Pflanzen einen einfachen Zugang zu Wasser und Nährstoffen.

Forscher:innen unter der Leitung von Mélanie K. Rich und Pierre-Marc Delaux an der Université de Toulouse kamen zu dem Entschluss, dass womöglich Pilze diese Bereitstellung durch eine Symbiose-Partnerschaft ermöglichten. Aus diesen ersten Moosen, die höchstwahrscheinlich nah verwandt mit Algen waren, entwickelten sich demnach alle weiteren Landpflanzen – inklusive der Bäume, Gräser und Sträucher, die wir heute als selbstverständlichen Teil unserer Natur sehen.

Mehr über die Biologie der Pilze findest du hier.

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