Den Wasserfußabdruck verringern

Jeder hat schon einmal von seinem „ökologischen Fußabdruck“ gehört, wie aber steht es um deinen „Wasserfußabdruck“? Hier geht es nicht um nasse Fußstapfen oder Gummistiefelspuren, sondern um den direkten und indirekten Wasserverbrauch eines jeden Menschen. Vom Zähneputzen bis hin zur Landwirtschaft fließt tagtäglich viel Wasser – ein Großteil davon ist auf die Produktion von Lebensmitteln zurückzuführen. Was genau der Wasserfußabdruck ist, wie man ihn verringern kann und was Pilze damit zu tun haben, erklären wir in diesem Blogbeitrag.

Süß oder salzig

Der Blaue Planet bekam seinen Namen nicht von irgendwo: Etwa zwei Drittel der Erdoberfläche bestehen aus Wasser. Für den Menschen brauchbar sind davon allerdings nur etwa 2,5 %. Dazu kommt, dass das meiste Süßwasser gefroren in den Gletschern der Pole steckt oder sich tief im Erdboden befindet. Nur etwa 0,3 % des Süßwassers können tatsächlich von Menschen als Trinkwasser und zur Bewässerung in der Landwirtschaft benutzt werden.

Blaues und grünes Wasser

Diese 0,3 % des für den Menschen zugänglichen Süßwassers sind unterteilt in die Farben blau und grün. Wasser aus Flüssen, Seen oder dem Grund wird als „blaues Wasser“ bezeichnet. Wasser, das in der Form von Niederschlag aus der Atmosphäre kommt, nennt sich „grünes Wasser“. Grünes Wasser wird regelmäßig von der Natur aufgefrischt, blaues Wasser ist hingegen irgendwann ausgeschöpft. Beide sind stark vom Klima und von Klimazonen beeinflusst. So hat zum Beispiel Österreich anhand seiner Lage deutlich mehr blaues und grünes Wasser zur Verfügung als Marokko.

Pro Kopf Wasserverbrauch

In Österreich beträgt der durchschnittliche Wasserverbrauch von einer Person etwa 130 Liter am Tag. Das beinhaltet Aktivitäten wie Duschen, Zähneputzen, Kochen und Abwaschen. Auch wenn man in den eigenen vier Wänden Wasser spart, kann der Wasserverbrauch einer Person aber trotzdem sehr hoch sein. Wie das geht? Es gibt neben dem direkten Wasserverbrauch auch den indirekten. Dieser berechnet den Wasserverbrauch in der Herstellung von Lebensmitteln und anderen Produkten, die täglich benutzt oder verzehrt werden.

Wasser in der Lebensmittelproduktion

Im Jahr 2018 veröffentlichte warenvergleich.de eine Statistik, die den Wasserverbrauch in der Produktion von verschiedenen Lebensmitteln in Liter pro kg darstellt. An erster Stelle steht der Kakao mit 27.000 Liter pro kg, dicht gefolgt von Kaffee (21.000 L pro kg) und Rindfleisch (15.490 L pro kg). Am wenigsten Wasser benötigt laut Studie die Tomate mit 110 Liter pro kg. Nicht aufgeführt, aber dennoch nennenswert, ist der Kultur-Champignon. Dieser Speisepilz ist in der Produktion mit seinen 0,5 Liter pro kg eines der nachhaltigsten Lebensmittel. Er wächst in klima-kontrollierten Gewächshäusern mit einer genau gesteuerten Wasser-Zufuhr.

Wie können wir unseren Wasserfußabdruck verringern?

Was können wir also tun, um unseren Wasserfußabdruck zu verringern und die Erde zu unterstützen? An erster Stelle: Den Wasserverbrauch zu Hause reduzieren, das heißt kürzer duschen und den Wasserhahn beim Zähneputzen zudrehen. Einen großen Unterschied macht außerdem die Ernährung. Da die Fleischproduktion sehr viel Wasser verbraucht, ist eine vegetarische Ernährung zum Beispiel deutlich nachhaltiger. Auch auf die Regionalität sollte man achten. Da Österreich recht viel grünes Wasser zur Verfügung hat, ist es sinnvoller und umweltfreundlicher, eine Gurke aus Vorarlberg statt aus Südspanien zu kaufen. Wie man sieht, können schon kleine Veränderungen eine große Rolle spielen. Wer also nächstes Mal statt einem Wiener Schnitzel eine Pilzpfanne mit Tiroler Bio-Pilze isst, tut nicht nur für seinen Körper, sondern auch für den Planeten etwas Gutes.

Hier seht ihr die Produktion von 1 kg Speisepilze im Vergleich zu 1 kg Salat:

Wasserverbrauch Infografik

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Hofladen

Unabhängig von Öffnungszeiten können die Bio-Pilze im Ab-Hof Verkauf in Thaur bei Innsbruck abgeholt werden. Wer es also mal nicht zum Supermarkt schafft, wird hier fündig. Das Highlight: Die Pilze sind unverpackt und kommen direkt aus der Produktion.

Wo?
Bert-Köllensperger-Straße 8b
A-6065 Thaur

Öffnungszeiten
0 – 24h

​Parken kannst du gratis bei unserem Unternehmen oder direkt vor dem Hofladen.