Schimmelpilze

Wird die Orange grün und grau, ist das meist keine magische Verwandlung, sondern ein Anzeichen von Schimmelbefall. Trotz seiner farbigen Vielfalt ist Schimmel in der Küche und im Haus kein gern gesehener Gast. Hinter dem bunten, oft flauschig oder staubig wirkenden Geflecht, das sich über Orange, Zucchini und Joghurt entfaltet, steckt tatsächlich ein Pilz.

Schimmelpilze sind Teil einer sehr alten und sehr durchsetzungsfähigen Pilzart. Ihre mikroskopischen Sporen verteilen sich in der Luft und wachsen unheimlich schnell auf geeigneten Oberflächen. Ob im Gebäude oder auf Nahrungsmittel, bevorzugt werden feuchte und warme Plätze, um sich auszubreiten. Schimmelpilze können problemlos bei Temperaturen zwischen 0 bis 60 °C wachsen. Nur im Tiefkühler bei -18 °C ist das Wachstum gehemmt.

Einhergehend mit einem Schimmelpilzbefall auf Lebensmittel ist ein farblicher und geschmacklicher Verderb. Bei der Ausbreitung werden sogenannte Mykotoxine freigesetzt, die gefährlich für Menschen sind. Beim Verzehr von verschimmelten Lebensmitteln reagiert der Körper oft mich Erbrechen, Übelkeit und Durchfall. Auch Schimmel in Gebäuden und Schimmelpilzsporen in der Luft können allergische Reaktionen oder Lungenprobleme in Menschen hervorrufen.

Trotz oft verheerender Auswirkungen ist Schimmel aber nicht nur ein Schadpilz – er kann auch nützlich sein. Camembert, Brie und Roquefort, die bekannten Käsesorten mit Ursprung in Frankreich, würde es etwa ohne Schimmelpilze nicht geben. Nur durch die Veredelung mit einer bestimmten Pilzart erhalten diese Käsesorten ihr besonderes Aroma und die weiche Konsistenz. Das lebensrettende Antibiotikum Penicillin sowie die vegetarische Fleischalternative Quorn entstammen ebenfalls von Schimmelpilzen. Desto mehr diese Saprobionten erforscht werden, desto höher die Möglichkeit, weitere positive Nutzen zu entdecken.

Wie man Schimmel auf Pilzen vorbeugen kann, indem man sie trocknet oder einfriert, lest ihr hier.

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