Böden: Wir gehen der Sache auf den Grund

Eine Handvoll Erde. Der Gärtner kommt öfters damit in Berührung als manch anderer. Er erkennt ihren leicht modrigen Geruch, spürt die krümelige Konsistenz und freut sich über den Regenwurm, der sich darin verkriecht. Er erkennt auch, wie wichtig diese Handvoll Erde ist. Denn in nur ein paar Gramm der braunen Substanz befindet sich unvorstellbar viel Leben. Für das bloße Auge unsichtbar, tummeln sich hier winzige Bakterien, Pilze, Mineralien und Insekten, die zusammen eine wichtige Lebensgrundlage für Mensch, Tier und Pflanze bilden: den Boden.

Unsere Lebensgrundlage

Böden sind hochkomplex. Geformt über Jahrhunderte hinweg bestehen sie hauptsächlich aus Mineralien und organischen Substanzen. Sie speichern Luft und Wasser, bieten Nährstoffe, geben Schutz und sorgen für ein natürliches biologisches Gleichgewicht. So vielfältig wie Mensch und Tier bieten Böden verschiedenste Grundlagen für Leben. Zwar gelten sie als selbstverständlich, dennoch handelt es sich um eine kaum erneuerbare Ressource. Für einen Zentimeter neuen, fruchtbaren Erdboden vergehen leicht ein paar Hundert Jahre. Zerstört wird er weitaus schneller: Flächen werden versiegelt, um Straßen und Häuser zu bauen, Äcker so lange bearbeitet, bis keine Nährstoffe mehr vorhanden sind.

Humus

Für die Landwirtschaft und somit auch für die Versorgung der Menschheit sind Böden die wesentliche Grundlage. Besonders die oberste Bodenschicht, der sogenannte Humus, besteht aus einer Mischung von abgestorbenem organischen Material und ist ein Nährstoffparadies für Pflanzen und Mikroorganismen. Teilweise nur 10 Zentimeter breit, agiert Humus als Wasserspeicher und Filter zugleich. Um der Verarmung von Böden entgegenzuwirken, muss diese wichtige Humusschicht aufrechterhalten werden.

Die Landwirtschaft neu denken

„Wir müssen wieder neu lernen, dass der Boden, auf dem wir alle stehen, jene Ressource ist, die wir schützen, pflegen und aufbauen müssen“, erklärt Johannes Auer, Bio-Pilzzüchter aus Thaur. Für ihn nimmt dabei eine innovative Landwirtschaft die Schlüsselstellung ein. Er empfiehlt, die Landwirtschaft neu zu denken, die biologische Vielfalt in den Böden zu erhalten und die Bodenfruchtbarkeit zu stärken. Wie das genau funktionieren soll? An erster Stelle steht der Humusaufbau, denn ohne diesen wächst nichts. Mit biologischem Dünger, weniger Bodenbearbeitung und Mischkulturen statt Monokulturen können Landwirte die Humusbildung unterstützen und der Verarmung der Böden entgegenwirken.

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Hofladen

Unabhängig von Öffnungszeiten können die Bio-Pilze im Ab-Hof Verkauf in Thaur bei Innsbruck abgeholt werden. Wer es also mal nicht zum Supermarkt schafft, wird hier fündig. Das Highlight: Die Pilze sind unverpackt und kommen direkt aus der Produktion.

Wo?
Bert-Köllensperger-Straße 8b
A-6065 Thaur

Öffnungszeiten
0 – 24h

​Parken kannst du gratis bei unserem Unternehmen oder direkt vor dem Hofladen.