Trend: Zero Waste

1,5 kg: So viel Müll produziert der durchschnittliche Österreicher an einem Tag. Hochgerechnet sind das fast 550 kg im Jahr – eine erschreckende Summe. Grund dafür ist die ausgeprägte Wegwerfgesellschaft, in der wir leben. Fast alles ist eingepackt, das meiste wird direkt nach dem Benutzen entsorgt und an Plastikmüll kommt man fast nicht mehr vorbei.

Eine neue Lebensphilosophie

Diese Konsum- und Wegwerfgesellschaft gab es aber nicht immer – sie entstand erst in der Nachkriegszeit. Davor wurden Lebensmittel unverpackt auf dem Markt gekauft, Kleidungsstücke umgenäht und Kaputtes repariert. Genau hier knüpft die Zero Waste Philosophie an. Aus dem englischen für „null Müll“ oder „null Verschwendung“ ist das Ziel von Zero Waste die komplette Müllvermeidung im täglichen Leben. Die sogenannten “5 R’s” gelten als Kernwerte dieser Philosophie: refuse (ablehnen), reduce (reduzieren), reuse (wiederverwenden), recycle (wiederverwerten), rott (kompostieren). Wer einen Zero Waste Lifestyle anstrebt, lebt nachhaltiger, bewusster und achtsamer. Aber wie kann man sich so einen Lebensstil vorstellen?

Zero Waste: ein umweltfreundlicher Trend

Bloggerin Shia Su aus Bochum lebt seit 2014 zusammen mit ihrem Mann Hanno fast müll-frei. Eingekauft wird im Unverpacktladen, Putzmittel werden selber hergestellt und Kleidung kaufen sie secondhand. Und das scheint alles zu funktionieren, denn der gesamte Restmüll des Ehepaars von einem Jahr passt in ein einziges Einmachgas hinein. Ihre Geschichte sowie Tipps und Tricks gibt es auf ihrem Blog zu lesen. Mittlerweile sind viele weitere Blogger und Influencer ebenfalls auf den Zero Waste Zug gesprungen. Ausschlaggebend für diese rasche Verbreitung des Trends ist der spürbare Klimawandel. Viel öfter hört und liest man von ungewöhnlich hohen Temperaturen, gestrandeten Waalen mit Plastikmüll im Magen und verseuchtem Trinkwasser. Das animiert zum Tun. Sogar in der Politik ist die Bewegung angekommen. So haben sich einige Städte, wie zum Beispiel San Francisco, zu einer Zero Waste-Stadt ernannt und streben verschiedene Ziele an, um regenerativ zu arbeiten.

Nachhaltig leben mit weniger Müll

Ob Großstadt, Unternehmen oder Einzelperson – generell gilt bei Zero Waste auf neuen und vermeidbaren Müll zu verzichten und den eigenen Lebensstil nachhaltiger zu gestalten. Das tut nicht nur der Umwelt gut, sondern bringt auch mehr Zeit mit sich. Wer eine reduzierte Kapsel-Garderobe besitzt, verbringt weniger Zeit bei der Kleidungsauswahl für den nächsten Tag. Mit einer gezielten Einkaufsliste kauft man nur das, was nötig ist und verbringt weniger Zeit im Supermarkt. So bleibt mehr Zeit für die wichtigen Dinge im Leben und man hilft nebenbei der Natur.

Kleine Schritte, große Wirkung

Der Umstieg auf Zero Waste ist nicht so kompliziert wie jeder denkt. Man kann vieles selber machen und mit kleinen Schritten nachhaltiger werden. Hier ein paar Tipps, um den Müll im Haushalt zu reduzieren: 

  • Bienenwachstücher statt Frischhaltefolie 
  • Wiederverschließbare Gläser oder Tupperdosen statt Alufolie
  • Stoffbeutel und Kisten statt Plastiksackerl
  • Pfandflaschen statt Einwegflaschen
  • Kaffeesatz und Teereste als Pflanzendünger
  • Bambus oder Glasstrohhalme statt Plastikhalme
  • Zeitungen und Magazine als Geschenkpapier 
  • Zahnbürsten und Zahnseide aus Bambus statt Plastik
  • Haarseife oder festes Shampoo statt flüssiges aus dem Plastikbehälter
  • Spülbürsten und Schwämme aus Pflanzenfasern statt Plastik

Habt ihr Tipps und Tricks für einen Zero Waste Lebensstil? Schreibt uns auf Instagram oder auf Facebook!

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Wo?
Bert-Köllensperger-Straße 8b
A-6065 Thaur

Öffnungszeiten
0 – 24h

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