Pilze waschen: Mythos oder Realität?

Kaum hat man eine Portion Pilze im Supermarkt gekauft, kommen die Fragen auf: Soll man Pilze waschen? Muss man sie schälen? Kann man sie roh essen? Und darf man Pilzgerichte wieder aufwärmen? In diesem Blogbeitrag erklären wir, wie man Pilze richtig putzt und lüften einige Mythen rund um den Pilzgenuss.

Pilze waschen

Soll man Pilze waschen?

Die alte Küchenweisheit, dass Pilze sich beim Waschen voller Wasser saugen kann widerlegt werden. Ein US-amerikanischer Koch testete diesen Mythos, indem er Pilze in einem Wasserbad ruhen ließ und das Gewicht nach einigen Stunden verglich. Das Fazit: kaum ein Unterschied. Das Waschen führt also nicht wie stets behauptet zu wässrigen Pilzen und einem Aromaverlust – trotzdem können die Pilze dadurch allerdings glitschig werden und sich schwieriger schneiden lassen. Am besten eignet sich eine Pilzbürste oder ein feuchtes Küchentuch, um die Pilze von möglichen Erdresten zu befreien.

Muss man Pilze schälen?

Braun ist nicht gleich dreckig: Alle Champignons sind von Natur aus braun – die weißen erhielten nur durch vermehrtes Züchten ihre Farbe. Ob weiße oder braune Haut, Champignons oder Kräuterseitlinge, Pilze müssen vor dem Verzehr nicht geschält werden. Sie verlieren durch das Schälen bloß an Volumen und Geschmack. Auch der Stiel kann ohne Bedenken verzehrt werden.

Darf man Pilze roh essen?

Der Champignon, auch Egerling genannt, ist roh einer der beliebtesten Speisepilze im Salat. Auch Austernpilze, Kräuterseitlinge und Shiitakepilze sind für den rohen Verzehr geeignet. Trotzdem sollten nicht alle Pilzsorten roh gegessen werden: Ungekocht haben Pilze mehr Ballaststoffe, was zu einer erschwerten Verdauung führen kann. Außerdem könnten gesammelte Wildpilze mit Schadstoffen oder auch dem Fuchsbandwurm belastet sein – diese also besser kochen.

Soll man braune Lamellen herausschneiden?

Pilze haben kein Mindesthaltbarkeitsdatum. Wie Honig werden sie bei einer richtigen Lagerung nicht schlecht, sie trocknen lediglich aus. Dies macht sie allerdings nicht ungenießbar – im Gegenteil verstärkt es eher das Aroma. Ein frisch geernteter Pilz hat einen geschlossenen Hut, eine straffe Haut und besteht zu 90 % aus Wasser. Nach und nach öffnet sich der Hut und die Lamellen kommen zum Vorschein. Desto älter der Pilz, desto dunkler werden die Lamellen. Schwarze Lamellen heißt aber nicht gleich schlechter Pilz. Tatsächlich schmecken Champignons mit geöffneten Hüten und dunklen Lamellen viel intensiver als frisch Geerntete, da das Wasser entweicht und sich das Aroma konzentriert.

Sind ausgetrocknete Pilze noch genießbar?

Am besten befreit man gekaufte Pilze zuhause von der Folie und lagert sie unverpackt im Kühlschrank bei 4-6 Grad. So bleiben sie lange haltbar, können nicht schimmeln und trocknen höchstens etwas aus, was allerdings eher das Aroma verstärkt. Auch getrocknete Pilze sind noch immer genießbar. Diese einfach mit etwas Wasser in die Pfanne geben und anbraten.

Darf man Pilzgerichte wieder aufwärmen?

Der Mythos, dass beim Aufwärmen von bereits gekochten Pilzen Schadstoffe gelöst werden, ist falsch. Wie alle anderen Gerichte, können auch Pilzgerichte ohne Bedenken in den Kühlschrank gestellt und wieder aufgewärmt werden.

Habt ihr noch Fragen oder Tipps zum Thema Pilze? Schreibt uns auf Facebook unter @tirolerbiopilze

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Hofladen

Unabhängig von Öffnungszeiten können die Bio-Pilze im Ab-Hof Verkauf in Thaur bei Innsbruck abgeholt werden. Wer es also mal nicht zum Supermarkt schafft, wird hier fündig. Das Highlight: Die Pilze sind unverpackt und kommen direkt aus der Produktion.

Wo?
Bert-Köllensperger-Straße 8b
A-6065 Thaur

Öffnungszeiten
0 – 24h

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