Vertikale Landwirtschaft

Uns fehlt Platz. Die Bevölkerung der Erde wächst stetig weiter und beansprucht neben mehr Wohnraum auch mehr Nahrung. Um diese in den entsprechenden Mengen zu produzieren, braucht es fruchtbare und nährstoffreiche Agrarfläche – doch der für Landwirtschaft geeignete Erdboden wird jedes Jahr geringer. Klimawandel, Städtebau und von Menschen erzeugte Umweltprobleme verwandeln jährlich mehrere Hektar Nutzfläche in untaugliches Ödland. Wir müssen also neu denken, oder besser gesagt: in die Höhe denken. Genau hier setzt die vertikale Landwirtschaft an. Mit dem Motto „höher statt breiter“, ist ihr Ziel möglichst viel Ertrag auf möglichst wenig Fläche.

Vertikale Landwirtschaft

Eine bodenlose Angelegenheit

Das Konzept der vertikalen Landwirtschaft, auf Englisch „vertical Farming“, entstand im Jahr 1999 in New York. Die Idee war, Nutzpflanzen in einigen Hochhäusern der Großstadt anzubauen, um Transportwege zu kürzen und die Stadtbevölkerung mit frischen Lebensmitteln zu versorgen. Energie sollten die Pflanzen von künstlichen Lichtquellen und einem geschlossenen Wasserkreislauf erhalten. Damals war die Idee irrsinnig futuristisch, heute wird sie bereits erfolgreich umgesetzt und ist eine Hoffnung für die Zukunft.

Vertikaler Anbau

Die Landwirtschaft neu denken

Im vertikalen Anbau wachsen Pflanzen auf einer begrenzten Bodenfläche, auf mehreren Etagen, in einem geschützten und klima-regulierten Umfeld. Diese neuartige Landwirtschaft ist frei von Pestiziden, ermöglicht eine ganzjährige Ernte und spart Wasser. In den USA, Japan oder auch Österreich werden bereits Salatpflanzen, Kräuter und Pilze erfolgreich angebaut. In New Jersey etwa, liefert die AeroFarm seit 2016 frisches Blattgrün und diverse Salatsorten an Supermärkte in der Umgebung. Gebaut in einem alten Stahlwerk ist sie heute weltweit die größte ihrer Art und ist Ausgelegt für eine Ernte bis zu 900.000 kg Blattgemüse pro Jahr. Allerdings steht die Entwicklung des vertikalen Anbaus erst am Anfang. Kritiker weisen auf mangelnde Forschung und einen hohen Energieverbrauch, besonders im Anbau von Grünpflanzen, da diese mithilfe von LED Lichtern gezüchtet werden.

Ein Blick hinter die Kulissen

Ein weiteres Beispiel des vertikalen Anbaus kannst du bei TIROLER BIO PILZE in Thaur begutachten. Dort wachsen das ganze Jahr über Bio Champignons in klimatisierten Hallen. Vereinbare hier deinen Termin für eine Betriebsführung. 

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Hofladen

Unabhängig von Öffnungszeiten können die Bio-Pilze im Ab-Hof Verkauf in Thaur bei Innsbruck abgeholt werden. Wer es also mal nicht zum Supermarkt schafft, wird hier fündig. Das Highlight: Die Pilze sind unverpackt und kommen direkt aus der Produktion.

Wo?
Bert-Köllensperger-Straße 8b
A-6065 Thaur

Öffnungszeiten
0 – 24h

​Parken kannst du gratis bei unserem Unternehmen oder direkt vor dem Hofladen.