Vom Myzel zum Champignon: Wie Pilze wachsen

Weder Pflanze noch Tier, gehört der Pilz zu einem eigenen Reich der Lebewesen. Vermutlich existieren Pilze bereits seit 1000 Millionen Jahren. Ägyptische Pharaos sahen sie als Speise der Götter, die alten Griechen erkannten den Unterschied zwischen Genießbaren und Ungenießbaren und sogar Ötzi trug sie in seiner Reiseapotheke bei sich. Ein großer Bestandteil unseres täglichen Lebens, gäbe es ohne Pilze etwa keine Hefe, kein Bier, kein Camembert und kein Penicillin. 

Hungrige Wesen

Pilze, auch Fungi genannt, bilden einen wichtigen Teil unserer Natur. Tatsächlich ähneln sie in ihrer Struktur eher dem Tier und nicht der Pflanze, denn sie brauchen nur wenig Licht und betreiben keine Fotosynthese. Wie Tiere, benötigen auch Pilze Nahrung zum Überleben. Diese ist für jeden Pilz unterschiedlich: So ernährt sich der Champignon gerne von Hühnermist oder Kompost, während der Austernpilz Laubholz bevorzugt. Wahre Zersetzungskünstler, verarbeiten Pilze mit ihrer Ernährung organisches Material und entsorgen somit den Abfall der Natur. Aber was genau ist denn ein Pilz? Und wie wächst er?

Pilze wachsen im Wald

Im Erdreich schlummernd

Der klassische Hut und Stil sind jedem bereits von klein auf geläufig, allerdings bilden diese bloß den Fruchtkörper des Pilzes – ähnlich wie der Apfel des Apfelbaums. Der eigentliche Pilz ist das sogenannte „Pilzmyzel“ und liegt unterirdisch im Verborgenen. Unter der Erde verbreitet das Myzel seine Netz-artigen weißen Fasern – teilweise über Hunderte von Metern. Dort wo das Klima perfekt ist, streckt es seine Fruchtkörper aus der Erde, um sich zu vermehren. 

Tiroler Biopilze Halle

Die Natur als Lehrer

So wachsen Pilze auf Wald und Wiese. Aber auch in Gewächshäusern kann man manche Pilzsorten züchten. Bereits im 17. Jahrhundert wurde beispielsweise der Champignon zum ersten Mal in Frankreich kultiviert. Der Schlüssel zur Pilzzucht ist, die Umweltverhältnisse im Wald in einem geschlossenen Raum zu duplizieren. Im Pilzanbau befindet sich das Myzel nicht im Waldboden, sondern meist in einem „geimpften“ Kompost. Das bedeutet, dass die Pilzkultur auf einem Träger, wie zum Beispiel Roggenkörner, platziert und mit einem nährstoffreichen Kompost vermengt wird, welcher zusammen mit etwas Erde in eine dunkle, klimatisierte Halle gerät. Hier bestimmt nicht Mutter Natur das Wetter, sondern der Züchter. Ausgeklügelt mithilfe von Computern regelt er Feuchtigkeit, Luftzirkulation, Temperatur und den CO2-Anteil, um genau die Verhältnisse zu erzeugen, welche die Pilze zum Sprießen bringen.

Die TIROLER BIO PILZE in Thaur haben das Zusammenspiel der optimalen Zuchtverhältnisse dank jahrelanger Erfahrung optimiert. Hier wachsen das ganze Jahr über verschiedenste bio-zertifizierte Pilzsorten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Hofladen

Unabhängig von Öffnungszeiten können unsere Produkte zum besten Preis in unserem Hofladen bei Innsbruck abgeholt werden. Vor allem für Gastronomie und Familien die perfekte Möglichkeit die beste Bio- Qualität zum kleinen Preis zu genießen.

Wo?
Bert-Köllensperger-Straße 8b
A-6065 Thaur.

​Parken kannst du gratis einfach bei unserem Unternehmen oder vor dem Ab Hof Laden.